Im September steht die Wahl einer neuen Bürgermeisterin beziehungsweise eines neuen Bürgermeisters für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau an. Bereits jetzt laden die Fraktionen der FWG BEN und der FDP die Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion mit den Kandidaten ein und bitten darum, sich den Termin vorzumerken.
Die Fraktionen haben sich im Vorfeld intensiv mit der Wahl auseinandergesetzt. Beide werden weder eine eigene Kandidatur ins Rennen schicken noch eine Wahlempfehlung für einen der derzeitigen Bewerber aussprechen.
„Uns ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger eine eigenständige und informierte Entscheidung treffen können. Deshalb geben wir bewusst keine Wahlempfehlung ab, sondern formulieren klar, welche Erwartungen wir an die zukünftige Amtsführung haben“, erklärt Thomas Heymann, Sprecher der FWG-Fraktion im Verbandsgemeinderat.
Auch die FDP-Fraktion trägt diesen Ansatz mit. „Wir setzen auf Transparenz und inhaltliche Orientierung statt auf parteipolitische Festlegungen. Entscheidend sind für uns Kompetenz, Führungsstärke und die Bereitschaft, die Verbandsgemeinde sachorientiert weiterzuentwickeln“, betont Bodo Wieseler, Sprecher der FDP-Fraktion.
Positionspapier als Orientierung für Wählerinnen und Wähler
Die FWG BEN hat ihre Erwartungen an die künftige Bürgermeisterin beziehungsweise den künftigen Bürgermeister in einem umfassenden Positionspapier zusammengefasst. Darin werden sowohl fachlich-politische als auch persönliche Anforderungen konkret benannt.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
eine effiziente und moderne Verwaltung mit klaren Zuständigkeiten und konsequenter
Digitalisierung,
ein verantwortungsvoller und wirtschaftlicher Umgang mit öffentlichen Mitteln,
die konsequente Umsetzung zentraler Projekte wie Schul- und Kita-Neubauten,
die Stärkung von Wirtschaft, Tourismus und kommunaler Infrastruktur,
sowie eine unabhängige, sachorientierte und überparteiliche Amtsführung.
„Mit unserem Positionspapier legen wir offen, woran wir die Kandidaten messen werden. Wir verstehen das als Angebot zur Orientierung – sowohl für die Kandidaten selbst als auch für die Wählerinnen und Wähler“, so Claus Eschenauer, Vorsitzender der FWG BEN.
Öffentliche Podiumsdiskussion mit den Kandidaten
Höhepunkt der gemeinsamen Initiative ist eine öffentliche Kandidatenrunde mit den bislang bekannten Bewerbern Oliver Krügel, Manuel Minor und Lino Schmidt.
Die Veranstaltung findet am Montag, 10. August 2026, um 18:30 Uhr in der Brunnenhalle im Hotel Häcker in Bad Ems statt.
Moderiert wird die Diskussion von Harald Gemmer, dem langjährigen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Einrich und Sprecher der FWG-Kreistagsfraktion.
„Wir wollen einen offenen, fairen und inhaltlich fundierten Austausch ermöglichen. Die Bürger sollen sich ein eigenes Bild von den Kandidaten machen können – auf Grundlage klarer Positionen und konkreter Antworten“, unterstreicht Thomas Heymann.
Auch die FDP sieht in dem Format einen wichtigen Beitrag zur politischen Meinungsbildung: „Eine solche Diskussion stärkt die demokratische Kultur vor Ort. Sie schafft Transparenz und gibt allen Interessierten die Gelegenheit, die Kandidaten direkt zu erleben“, ergänzt Bodo Wieseler.
Claus Eschenauer ergänzt: „Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich ein, sich den Termin heute schon vorzumerken und an der Diskussion teilzunehmen.“
Klare Haltung – ohne Festlegung
Mit ihrem gemeinsamen Vorgehen setzen FWG BEN und FDP bewusst auf inhaltliche Klarheit statt auf personelle Festlegung. Beide Fraktionen sehen ihre Rolle darin, Maßstäbe zu formulieren, den Dialog zu fördern und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.